Der Chor als Kummerkasten

Das Leben und gerade der Alltag sind nicht immer leicht zu bewältigen. Oftmals hat man als Mensch auf einer täglichen Basis mit Frustrationen, Schwierigkeiten und großen Herausforderungen zu kämpfen. Dabei gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten, mit diesen Dingen umzugehen und persönlich damit fertig zu werden. Egal ob es nun Sport, Meditation oder ein Feierabendbier ist, es gibt viele Arten und Weisen. Eine ganz eigene Vorgehensweise haben nun viele Schweizer für sich entdeckt. Sie gehen in den Chor und lassen dort beim Singen in der Gruppe ihren Gefühlen freien Lauf und werden so ihren Frust und ihre negativen Emotionen los.

Dabei mag diese Vorgehensweise viele zunächst verwundern. So gilt der Chor gerade bei den jüngeren Generationen als veraltetes Hobby, das nur etwas für Oma und Opa ist. Doch dieses Image scheint sich mit der Zeit immer stärker zu wandeln und deutlich positiver zu werden. So gibt es in der Schweiz immer mehr neue Chöre und auch viele junge Mitglieder in Gesangsgruppen. Auch sie wissen um die positive Wirkung, die das Singen in der Gruppe und der verbale Austausch mit anderen auf das eigene Gemüt haben.

Dieser Effekt ist dabei mittlerweile auch wissenschaftlich durch mehrere Studien, die unabhängig von einander durchgeführt wurden, bestätigt worden. Die Wissenschaftler konnten dabei nachweisen, dass das Singen im Chor etwa das allgemeine Risiko, an Krebs zu erkranken, radikal senken kann. Darüber hinaus führt der Chor dazu, das eigene soziale Umfeld zu erhalten und zu stärken und damit im Alter weniger einsam und verlassen zu sein. Dies hat dann einen unmittelbaren Einfluss auf das eigene Wohlbefinden. Darüber hinaus kann der Chor als Medium dienen, sich mit anderen über seine Probleme und aktuelle Entwicklungen in der Gesellschaft auszutauschen. Somit bietet der Chor seinen Mitgliedern viele Vorteile und trägt aktiv zur Gesundheit und zum persönlichen Glück seiner Mitlieder bei. Daher: Werden auch Sie Chormitglied!

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